Das Pflegegeld zählt zu den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Jede Person, die Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung ist und in mindestens zwei der letzten zehn Jahre Beiträge in die Pflegeversicherung eingezahlt hat, hat einen Anspruch darauf, Pflegegeld zu beziehen.

Personen, die über einen privaten Krankenversicherungsunternehmer krankenversichert sind, sind dazu verpflichtet, über diesen oder einen anderen Anbieter eine Pflegeversicherung abzuschließen und diese aufrechtzuerhalten.

Die Höhe des Pflegegeldes

Anhand der individuell ermittelten Pflegestufe bemisst sich die Höhe des Pflegegeldes.

Diese richtet sich wiederum danach, wie viel Zeit täglich für Betreuung und Pflege aufgewendet werden muss. Anerkannt werden Zeiten für die Grundpflege, bei Toilettengängen, beim An- und Auskleiden sowie bei der Nahrungsaufnahme. Hinzu kommt die Zeit für hauswirtschaftliche Tätigkeiten wie Kochen, Putzen, Spülen und Einkaufen. Der Pflegebedürftige bekommt das Geld von der Pflegekasse überwiesen. So kann er das Geld an die ihm helfende Person (z.B. Angehörige, ehrenamtliche Helfer) als Anerkennung für die Hilfe weitergeben.

Derzeit bemisst sich das Pflegegeld wie folgt:

  • Pflegegrad 1: 125 € (Als Geldbetrag, der für die Erstattung der Betreuungs- und Entlastungsleistungen zur Verfügung steht
  • Pflegegrad 2: 316 € monatlich
  • Pflegegrad 3: 545 € monatlich
  • Pflegegrad 4: 728 € monatlich
  • Pflegegrad 5: 901 € monatlich

Pflegegeld oder Pflegesachleistungen?

Pflegegeld wird dann gezahlt, wenn sich ein Familienmitglied oder eine 24 Stunden Pflege um die zu pflegende Person kümmert. Eine Pflegesachleistung kann dann beantragt werden, wenn die Betreuung des Patienten von einem Pflegedienst übernommen wird. Bereits ab der zweiten Pflegegrad steht dem Erkrankten ein monatlicher Zuschuss zu. Die Beantragung von Pflegegeld erfordert jedoch nicht obligatorisch, dass sich Personen aus der Familie um den Pflegebedürftigen kümmern. Die Unterstützung kann ebenfalls von einer 24 Stunden Betreuung übernommen werden, ohne dass Kürzungen des monatlichen Betrags drohen.