Die Kosten für die häuslichen Betreuungs- und Pflegeleistungen Ihrer hilfebedürftigen Angehörigen können Sie nach § 33 EStG steuermindernd geltend machen:

  • Haushaltsnahe Dienstleistungen: 20 Prozent Steuerabzug, max. 4.000 Euro pro Jahr
  • Pflegepauschbetrag für Angehörige: 924 Euro pro Jahr (§ 33b Abs. 6 EStG)

Natürlich können wir hier keine Steuerberatung anbieten. Deshalb sollten Sie nach Möglichkeit einen Steuerberater zu Rate ziehen.

Voraussetzung ist erst einmal, dass die Betreuungskraft legal bei Ihnen tätig ist.

Generell ist die Absetzbarkeit davon abhängig, wer der Auftraggeber ist. Hier ist zu unterscheiden, ob Sie selbst (als zu pflegende Person) der Auftraggeber sind oder ihr Kind.

Sie sind selbst Auftraggeber:

Hier tritt §35 des Steuergesetzes in Kraft.

Sie können die Kosten für die Betreuungskraft steuerlich geltend machen. Kosten bis maximal 20.000 EUR sind ansetzbar. Die maximale Steuergutschrift beträgt aktuell 4.000 EUR, d. h. Sie können maximal 4.000 EUR von Ihrer Steuerschuld abziehen. Jedoch ist eine Minusgutschrift nicht möglich (wenn Sie also gar keine Steuern zahlen, können Sie die Kosten auch nicht abziehen).

Ihr Kind ist Auftraggeber:

Hier tritt §33 des Steuergesetzes in Kraft.

Es handelt sich hierbei um den Nachweis, dass die zu pflegende Person nicht alleine für die Kosten aufkommen kann und das Kind / die Kinder hierfür aufkommen. Ist der Nachweis erfolgreich, ist eine Anerkennung möglich.

Wie schon erwähnt, ziehen Sie am besten einen Steuerberater zu Rate. Nicht selten hängt die Absetzbarkeit auch vom zuständigen Sachbearbeiter des Finanzamtes ab.